Phantastisch! 100 – Ein gelungener Neustart
Ausgabe 100 der Phantastisch! ist für mich weit mehr als ein Jubiläumsheft. Sie markiert einen Einschnitt – und zugleich einen überzeugenden Neustart.
Nach dem Verlagswechsel von Atlantis zu Calliope Media musste die neue Mannschaft unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen beginnen, da die Abo-Daten von Atlantis nicht weitergereicht wurden und das Magazin faktisch wieder bei Null starten musste. Vor diesem Hintergrund ist es umso erfreulicher, wie geschlossen, selbstbewusst und inhaltlich stark sich diese Jubiläumsausgabe präsentiert.
Statt auf Rückschau oder Selbstbeweihräucherung zu setzen, macht Phantastisch! genau das, was ich an dem Magazin seit jeher schätze: Es nimmt Phantastik ernst. Die Beiträge – Interviews wie Essays – gehen in die Tiefe, ordnen ein und öffnen Perspektiven. Besonders überzeugt hat mich die ausgewogene Mischung aus Szenereflexion und konkreten thematischen Akzenten, die über bloße Aktualität hinausweisen. Heft 100 liest sich nicht wie ein Übergangsprodukt, sondern wie eine klare Standortbestimmung.
Gerade deshalb möchte ich diese Ausgabe ausdrücklich empfehlen. Phantastisch! ist kein Schnellkonsum und kein reines Informationsmedium, sondern ein Magazin, das Raum für Nachdenken, Einordnung und Diskurs bietet – etwas, das in der phantastischen Landschaft wichtiger ist denn je.
Hinzu kommt: Bereits im April erscheint Ausgabe 101, die ein ausführliches und äußerst interessantes Interview zum EXODUS-Jubiläum 50 enthalten wird. Allein das dürfte für viele Leserinnen und Leser ein starkes Argument sein, sich (wieder) mit dem Magazin zu beschäftigen.
Mein Fazit ist klar: Der Neustart ist gelungen. Jetzt braucht er Unterstützung. Wer die phantastische Szene nicht nur begleiten, sondern mittragen möchte, sollte Phantastisch! abonnieren. Ausgabe 100 ist ein sehr guter Anlass, diesen Schritt zu gehen.
René Moreau
